Mascha Schilinski gewinnt den SI STAR Filmpreis für „In die Sonne schauen“
Mascha Schilinski
geboren 1984 in West-Berlin. Nach Stationen als Autorin und einem Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg realisierte sie früh preisgekrönte Filme. Ihr Kinofilm „In die Sonne schauen“ wurde 2025 in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
„In die Sonne schauen“
Dieses poetische Drama über Erinnerung, Verlust und Erwachsenwerden folgt jungen Frauen über verschiedene Zeiten hinweg. Es zeigt, wie Traumata, familiäre Prägungen und unausgesprochene Gefühle ihr Leben formen – und entfaltet ein sensibles Porträt innerer Welten und weiblicher Perspektiven.
SI STAR Sonderpreis geht an Karoline Herfurth für „Wunderschöner“
Karoline Herfurth
1984 in Ost-Berlin geboren. Bekannt als Schauspielerin in zahlreichen Kinoerfolgen, ist sie seit 2016 auch als Regisseurin tätig und zählt zu den prägenden Stimmen des deutschen Mainstream-Kinos.
„Wunderschöner“
In mehreren miteinander verwobenen Geschichten zeigt der Film Frauen, die mit Schönheitsidealen, Selbstzweifeln und gesellschaftlichen Erwartungen kämpfen. Mit Humor und Ehrlichkeit erzählt er, wie sie lernen, sich von äußeren Maßstäben zu lösen und ihren eigenen Wert – unabhängig von Aussehen oder Perfektion – neu zu entdecken.
SI STAR Förderpreis geht an Christina Tournatzẽs für „Karla“
Christina Tournatzẽs
geboren 1992 in München. Ihr vielfach ausgezeichneter Abschlussfilm machte international auf sie aufmerksam. Mit ihrem Langfilmdebüt „Karla“ feierte sie 2025 eine erfolgreiche Premiere beim Filmfest München.
„Karla“
Nach einer wahren Begebenheit: Eine zwölfjährige Tochter klagt 1962 ihren Vater in der jungen Bundesrepublik Deutschland wegen jahrelangen sexuellen Missbrauchs an. Ein mutiger, erschütternder Film über Gerechtigkeit, Schweigen und die Kraft, sich Gehör zu verschaffen.
SI STAR Nachwuchspreis geht an Jana Stallein für „Where the waves took her”
Jana Stallein
Geboren 1994 in Paderborn. Masterstudentin für Dokumentarfilmregie in Babelsberg, tätig als Editorin und Kamerafrau. Ihre Filme widmen sich sozialkritischen Themen; 2025 feierte ihr Dokumentarfilm „Where the Waves Took Her“ Premiere.
„Where the Waves Took Her“
Der Dokumentarfilm begleitet die Berliner Hebamme Anne-Katrin auf ihrem ersten Einsatz auf einem Seenotrettungsschiff im Mittelmeer. Er zeigt die Gefahren, denen Frauen auf der Fluchtroute ausgesetzt sind, ihre Geschichten von Gewalt und Hoffnung – und die Arbeit des mutigen weiblichen Rettungsteams.
SI STAR Without borders geht an Nora Fingscheidt für “The outrun”
Nora Fingscheidt
1983 in Braunschweig geboren, studierte Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit „Systemsprenger“, der zahlreiche Preise gewann. Danach folgten erfolgreiche internationale Produktionen.
„The Outrun“
Eine junge Frau kehrt nach Jahren der Alkoholsucht auf die Orkney-Inseln zurück, ihre raue Heimat. In der Abgeschiedenheit der Natur stellt sie sich ihrer Vergangenheit und beginnt einen langsamen, schmerzhaften, aber hoffnungsvollen Weg zurück zu sich selbst. Ein eindrucksvolles Porträt von Rückkehr, Heilung und Selbstfindung.
Impressionen der Preisverleihung SI STAR 2026
© für alle Bilder: Regine Peter
Folgende Regisseurinnen und Filme standen auf der Shortlist des SI STAR 2026.
Folgende Preise werden bei der 6. SISTAR Verleihung vergeben:
SISTAR Filmpreis für herausragende Regisseurinnen 2026: 10.000 €
SISTAR Förderpreis 2026: 3.000 €
SISTAR Nachwuchspreis 2026: 3.000 €
SISTAR Sonderpreis 2026: 3.000 €
SISTAR Without Borders 2026: 3.000 €
Zur Jury des SISTAR 2026 gehören:
Dr. Susanne Becker, Fernsehjournalistin ZDF
Veronica Ferres, Schauspielerin und Produzentin
Dominique Henz, Filmwissenschaftlerin
Steffi Niederzoll, Regisseurin, SISTAR Gewinnerin 2024
Regine Peter, Fotografin
Christiane Schauder, Malerin
Sabine Siegl, SWR-Redakteurin
Margrit Stärk, Spielfilmeinkäuferin bei ZDF Studios
Susanne Zwiener, Kamerafrau