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Der Club Mainz von Soroptimist International lädt herzlich ein zur Filmmatinée 

 

am 18. Nov. um 11:00 Uhr im Institut Français, Schillerplatz 11 in Mainz 

Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Dil Leyla“ von Asli Özarslan ausgezeichnet mit dem Frauenfilmpreis SI STAR 2018 während der Berlinale 

Die 26-jährige Leyla Imret, eine türkische Kurdin aus Bremen, wird in ihrer Heimatstadt

Cizre zur jüngsten Bürgermeisterin der Türkei gewählt. Die Berliner Regisseurin Asli Özarslan begleitet die junge Frau und ihre Familie auf ihrem Weg in die Politik, durch Kämpfe, Krisen und bei ihrer Begegnung mit der unberechenbaren türkischen Staatsgewalt, durch Erinnerungen an eine traumatische Kindheit auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=qli4o5U5piI 

 

11:00 Uhr

Begrüßung durch die Präsidentin Sabine Langmaack sowie durch die Journalistin und

Jurorin Susanne Becker 

Trailer SI STAR 2018, Vorführung des Gewinnerfilms „Dil Leyla“ 

Kurze Gesprächsrunde mit Asli Özarslan und Jurorin Margrit Stärck 

Clip Cannes 2018 - Gender und Kino 

 

12:45 Uhr

Mittagsimbiss im Foyer 

 

13.30 Uhr

Impulsvortrag der ZDF-Filmkritikerin Sabine Schultz „Gender und Kino“' 

Anschließend Podiumsdiskussion im Salon mit Asli Özarslan, Sabine Schultz sowie

Claudia Tronnier (ZDF) und Susanne Becker (ZDF) 

 

ca. 14.45 Uhr

Ende der Veranstaltung 

Der SI-Club Mainz freut sich über Ihr Kommen! 

 

Sabine Langmaack, Präsidentin SI Club Mainz 

U.A.w.g. bis 12.11.18 bei annelie.gabriel[at]web.de. Teilnahme frei. Spenden erbeten für unsere Projekte. 

 

 

 

 

Einladung zur Filmmatinee am Sonntag, 18.11. um 11 Uhr mit SI STAR Gewinnerin Asli Özarslan und ZDF-Kino-Kritikerin Sabine Schultz im CinéMayence

Wie immer im November lädt der Club Mainz des Frauennetzwerks Soroptimist International zu einer besonderen Filmmatinee. Es wird der Dokumentarfilm "Dil Leyla" von Asli Özarslan gezeigt, die im CinéMayence mit dabei ist und sich gerne den Fragen des Publikums stellt. Die junge Dokumentarfilmerin ist die Gewinnerin des SI STAR Filmpreises für starke Regisseurinnen, den der SI Club Mainz in Leben gerufen hat und alle zwei Jahre bei der Berlinale unter Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer verleiht. Bild oben_ SI STAR Preisträgerin Asli Özarslan.

mehr Info

 

Einladung zum Frauenfilmtag mit den SI STAR Preisträgerinnen in Kaiserslautern

Und der SI STAR 2018 geht an … Sonja Maria Kröner und Aslı Özarslan

Festliche Verleihung des SI Filmpreises für starke Regisseurinnen während der Berlinale

„Die Filmbranche ist dominiert durch einen männlichen Blick. Regiearbeiten von Frauen sind die Ausnahme. Das soll sich ändern!“ Damit brachte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Maly Dreyer das Anliegen der Initiatorinnen und Stifterinnen des Filmpreises SI STAR auf den Punkt. Bereits zum zweiten Mal wurde die Auszeichnung für starke Regisseurinnen während der Berlinale 2018 verliehen (am 17. Februar 2018). Den SI STAR teilen sich in diesem Jahr die Filmemacherin Sonja Maria Kröner für ihr herausragendes Spielfilmdebut Sommerhäuser und die Dokumentarfilmregisseurin Aslı Özarslan für ihr beeindruckendes Frauenporträt Dil Leyla. „Nicht nur in der aktuellen Diskussion ist es wichtig, Frauen auf dem Regiestuhl ins Rampenlicht zu rücken. Der SI STAR-Filmpreis ist dafür eine vorbildliche Initiative, deshalb bin ich sehr gerne Schirmherrin“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit strahlender Überzeugung bei der feierlichen Preisverleihung in der Landesvertretung in Berlin. Sie dankte den Stifterinnen des mit 10.000 Euro dotierten Preises und begrüßte die zahlreich angereisten Präsidentinnen und Sorores der rheinland-pfälzischen SI-Clubs Mainz, Bitburg-Prüm, Cochem, Frankenthal, Ingelheim, Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Mainz-Rosengarten und Nahetal-Bad Sobernheim, die den Preis gestiftet haben.

Stimmungsvoller Abend in der Landesvertretung Rheinland Pfalz

Die Schauspielerin Jasmin Tabatabai kam direkt von der Berlinale mitten in die Preisverleihung und berichtete von Pro Quote Film, dem neugegründeten Netzwerk von Frauen verschiedener Gewerke der Film- und Fernsehbranche. „Wohin gehen wir jetzt, nach #Me Too?“ fragte Kulturjournalistin Susanne Becker, die den Abend moderierte. „Wir wollen auf Augenhöhe zusammen Filme machen“ antwortete Tabatabai unter Applaus der etwa 200 Gäste. Mit viel Power und äußerst kenntnisreich umriss die prominente Schauspielerin, die seit den 1990er Jahren das deutsche Kino und Fernsehen mit prägt, die Situation von Frauen vor und hinter der Kamera. Ziel von Pro Quote Film sei eine „diverse, gleichberechtigte und innovative Film- und Medienbranche, in der Frauen selbstverständlich arbeiten“.

Jury-Sprecherin Margrit Stärk präsentierte die aktuelle Shortlist im Lichte des starken SI-Netzwerks, das schon mit dem ersten SI STAR das Herz der Branche erobert und den Fokus auf Regisseurinnen mitten in die Filmwelt geholt hat. Die Gewinnerin des ersten SI STAR, die Dokumentarfilmerin Maike Conway, erzählte, wie sie die Wirkung des Preises erlebt – große Aufmerksamkeit, neue Chancen. Es blieb Malu Dreyer vorbehalten daran zu erinnern, dass Conway, die zuvor über 20 Jahre Filme gemacht hat, erst nach dem SI STAR auch den Blauen Panther und den Grimme Preis bekam.

Es war ein stimmungsvoller und festlicher Abend, bei dem Gabriele Zorn, die Präsidentin von SI Deutschland, sowie viele Sorores aus Clubs in ganz Deutschland begeistert zeigten, wie viel ihnen das SI-Engagement in der Filmbranche bedeutet. Der Abend zeigte auch die vielfältigen Talente der Sorores, u.a. Fotografie von Regine Peter, Design und Layout von Iris Leonhardt, Pressearbeit von Sabine Siegl und Anne Brandstetter. Die Regie der Veranstaltung lag in den Händen von Claudia Tronnier.

Die Preisträgerinnen

Der Film Sommerhäuser ist der herausragende Erstling von Sonja Maria Kröner, der 1979 in München geborenen Regisseurin und Absolventin der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München. Sie zeigt, wie im Sommer des Jahres 1976 der Gemeinschaftsgarten einer Familie zur Bühne einer unkonventionellen Familiengeschichte wird.  „Ihr Regiestil“, so Laudatorin und Jury-Mitglied Dominique Henz, „ermöglicht eine präzise und authentische Spielweise des Ensembles. Mit ihrer Kamerafrau Julia Daschner gelingt ihr ein sinnlicher und vielschichtiger Film zwischen unbeschwerten Kindheitserinnerungen, Krisenstimmung und zeitgeschichtlichem Panorama.“

Die Berliner Regisseurin Aslı Özarslan porträtiert in ihrem Dokumentarfilm Dil Leyla die jüngste türkische Bürgermeisterin Leyla Imret. In der Laudatio von Jury-Mitglied Bianca Charamsa heißt es: „Aslı Özarslan beweist mit dieser zweiten Langfilmregiearbeit - ihrem Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg, außerordentlichen Mut. Sie bleibt hartnäckig an der Seite ihrer Protagonistin, sogar als diese bereits untergetaucht ist und zeichnet ein einfühlsames und fesselndes Portrait der Leyla Imret.“

Zusätzlich zum SI STAR wurde die Regisseurin Carolin Genreith für ihren sehr persönlichen Dokumentarfilm Happy (Corso Film 2016) mit der „Lobenden Erwähnung“ ausgezeichnet. Genreith begleitete ihren Vater mit der Kamera, als dieser im Thailandurlaub eine 30 Jahre jüngere Frau kennen gelernt hatte und spürt der Frage nach, ob aus so einer Verbindung Glück entstehen kann. „In sehr direkten, aber nie verletzenden Gesprächen kommen sämtliche Klischees einer solchen Beziehung zur Sprache“, so Laudatorin und Jury-Mitglied Christiane Schauder – „nur dass man sich am Ende fragt, auf wessen Seite die Klischees eigentlich überwiegen.“ Die Lobende Erwähnung ist mit 1.000 Euro dotiert und wird gestiftet von den SI-Clubs Berlin, Berlin-Charlottenburg, Berlin-Dorotheenstadt, Berlin-Mitte und Potsdam. Past Präsidentin Sabine Hasselberg und Antje Heise überreichten die Urkunde.

Für den SI STAR 2018 waren die Regisseurinnen von drei Spielfilmen und vier Dokumentarfilmen nominiert: Katja Fedulova für Drei Engel für Russland. Glaube, Hoffnung, Liebe (2017), Carolin Genreith für Happy (2016), Valeska Grisebach für Western (2016), Helena Hufnagel für Einmal bitte alles! ( 2017), Sonja Maria Kröner für Sommerhäuser (2017), Asli Özarslan für Dil Leyla (2016) und Kamilla Pfeffer für Wer ist Oda Jaune? (2016).

Der SI STAR Filmpreis für starke Regisseurinnen

Der SI STAR zeichnet mutige und künstlerisch herausragende Filme aus dem deutschsprachigen Raum der letzten beiden Jahre aus. Er will die Arbeit von Regisseurinnen ins Rampenlicht holen und zu breiter Aufmerksamkeit bringen. Wie nötig das ist, belegen die Zahlen des neuen, vierten Diversitätsberichts des Bundesverbandes für Regie: In der ARD führten bei fiktionalen Programmen, die in der Zeit zwischen 18:00 und 24:00 Uhr ausgestrahlt wurden, 2016 nur 19,3% Frauen Regie, im ZDF waren es 14,4,%. Hinzu kommt: Je höher die Budgets sind, umso weniger Frauen führen Regie. Im Kino führten 22% Frauen Regie.

Zur SI STAR Jury gehören vom SI-Club Mainz die Kulturjournalistin Dr. Susanne Becker, die Filmautorin und Fernsehjournalistin Bianca Charamsa, die Filmwissenschaftlerin Dominique Henz, die Malerin Christiane Schauder und die Spielfilmeinkäuferin Margrit Stärk, vom SI-Club Mainz-Rosengarten die Fernsehjournalistin Sabine Siegl sowie Maike Conway, die Gewinnerin des SI STAR 2016.

 

Susanne Becker und Anne Brandstetter, Club Mainz

SI STAR SHORTLIST

Verleihung des 2. SI STAR während der Berlinale 2018

SI STAR Flyer 2018


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