Der SI STAR Filmpreis für Regisseurinnen


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Der SI STAR Filmpreis wurde 2015 von sieben Mainzer Medienfrauen initiiert und ist seither zu einer begehrten Auszeichnung in der deutschen Filmbranche geworden.

Wir wollen mehr Diversität auf Leinwänden und Bildschirmen und rücken mit dem SI STAR herausragende Leistungen von Filmemacherinnen ins Rampenlicht.

Der SI STAR ist das große Medienprojekt im deutschsprachigen Raum, das von den SI-Clubs unterstützt wird: Den mit 10.000 Euro dotierten SI STAR finanzieren die Rheinland-Pfälzischen SI-Clubs Bitburg-Prüm, Cochem, Frankenthal, Ingelheim, Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Nahetal, Mainz,  Mainz-Rosengarten und Worms.

Der SI STAR Förderpreis wird finanziert von den Berliner Clubs  Berlin, Berlin-Mitte, Berlin-Charlottenburg, Berlin-Dorotheenstadt und Potsdam.

Der SI STAR Sonderpreis wir finanziert von den SI-Clubs Augsburg, Frankfurt am Main, Göttingen und Wiesbaden.

Zusätzlich gibt es die alljährliche SI STAR–Matinée in Mainz, immer im November im CinéMayence.

Der SI STAR wird alle 2 Jahre während der Berlinale von Schirmherrin Malu Dreyer überreicht.

“Die Stärkung von Frauen im Kultur- und Medienbereich ist mir ein großes Anliegen, denn die Gleichstellung der Geschlechter ist auch dort noch lange nicht verwirklicht. Die Filmbranche wird durch einen männlichen Blick dominiert. Das sehen wir auch bei den vielen überkommenen Rollenklischees, die sich immer noch in vielen Spielfilmen und Serien wiederfinden. Regiearbeiten von Frauen sind die Ausnahme. Aber es ist alles andere als egal, wer Geschichten erzählt, Bilder macht und Regie führt. Wir brauchen auch den weiblichen Blick. Deshalb ist es wichtig, Frauen auf dem Regiestuhl ins Rampenlicht zu rücken. Der SI STAR-Filmpreis ist dafür eine vorbildliche Initiative, deshalb bin ich sehr gerne Schirmherrin und freue mich darauf, die Preise zu überreichen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Bisherige SI STAR Preisträgerinnen:

2016: die Dokumentarfilmerin Maike Conway. Sie hatte 10 Jahre lang ein Mädchen mit der Kamera begleitet, das von Geburt an HIV positiv war – ihr Geheimnis, das dem Film, dessen Veröffentlichung sie an ihrem 18. Geburtstag zustimmte, seinen Titel gab: „Corinnes Geheimnis“ (2015). Maike Conway, die seit vielen Jahren mutige und großartige Filme machte, erhielt erst nach dem SI STAR zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den „Blauen Panther“ und den „Grimmpreis“. Weiterhin Sylke Enders mit der Lobende Erwähnung 2016.

2018: Sonja Maria Kröner und Asli Özarslan, Carolin Genreith (Lobende Erwähnung 2018).

Alle Preisträgerinnen, sowie die für den SI STAR nominierten Regisseurinnen sind später mit wichtigen Filmpreisen ausgezeichnet worden oder haben Aufträge und Chancen erhalten, die sie auch auf die Aufmerksamkeit rund um den SI STAR zurückführen.

 

Soroptimistinnen & Filmbranche:

Das weltweite Frauennetzwerk Soroptimist International (SI) fördert die Chancen von Frauen und Mädchen in allen Teilen der Erde.

Das gesamte SI STAR Projekt wurde initiiert und wird organisiert vom SI Club Mainz und unterstützt von den SI-Clubs Göttingen, Frankfurt-am-Main und weiteren deutschen SI-Clubs.

Weitere Unterstützer, Partner und Sponsoren des SI STARS sind erstmals FILMZ und der Filmsommer-Mainz, Kontrastfilm, Rheinblau2, Film Forum Rheinland-Pfalz, das Weingut Zehe-Clauß und Social DNA.

 

Filmemacherinnen in Deutschland:

Bei 22% der Kinofilme in Deutschland 2017 führten Frauen Regie, das zeigt der aktuelle, vierte Diversitätsbericht des Bundesverbandes für Regie. In der öffentlich-rechtlichen Primetime verantworten Regisseurinnen weniger als ein Viertel der Filme (ARD zwischen 18 und 24 Uhr 19,8%, ZDF 16,9%), und je höher die Budgets sind, desto weniger Frauen führen Regie. Allerdings kommen alljährlich von den Filmhochschulen fast gleich viele Frauen und Männer in die Filmbranche – gerade an dieser Schnittstelle lohnt sich also ein genauer Blick auf die Newcomerinnen, und gerade hier bekommt der SI STAR zahlreiche exzellente Einreichungen von Abschlussfilmen.

Es ist die Zeit, in der die vielbeachteten Studien von Maria Furtwängler mit Prof. Elisabeth Prommer von der Universität Rostock (2017) ebenso wie die Forschung des Geena Davis Institute on Gender in Media in Los Angeles (seit 2014) zeigen, wie sich Teams und Rollenbilder verändern, wenn Regisseurinnen am Werk sind. Die Zeit, in der weltweit Filmschaffende gegen Gender Pay Gap, Machtmissbrauch und Genderklischees zu Felde ziehen. Eine spannende Zeit für Frauen im Film: „Ein Preis wie der SI STAR ist da ganz wichtig“ lobte Schauspielerin Jasmin Tabatabei für Pro Quote Film auf der SI STAR Bühne 2018 in Berlin. In diesem Sinne:

Siehe auch: Pressemitteilung Bayerischer Landesfrauenrat 14.11.2019  "Verzerrte Wirklichkeit - Rollenbilder von Mädchen im Kinderfernsehen"

 


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